»Ess is gewen a Sumertog«

27.01.2018

Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder

Datum: Samstag, 27. Januar 2018, Uhrzeit: 19.00 Uhr

Ort: Evangelische Stadtkirche Ohligs, Wittenbergstr. 4, 42697 Solingen

Veranstalter: Katholisches Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Wuppertal e.V.

Evangelische Kirchengemeinde Wald

Evangelischer Kirchenkreis Solingen

Eintritt: kostenfrei

Während der Aufstand im Warschauer Ghetto vielen Menschen ein Begriff ist, weiß man

über das Ghetto von Wilna nur sehr wenig. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg galt

die Stadt als religiöses und literarisches Zentrum der jüdischen Kultur. Am 6. September

1941 wurde die jüdische Bevölkerung der Stadt von den Nationalsozialisten in ein Ghetto

gesperrt, zwei Jahre später wurde das Ghetto liquidiert.

Die Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna gereist, um mit Zeitzeugen zu

sprechen und historische Hintergrundinformationen zur Geschichte des Ghettos in

Erfahrung zu bringen. Durch den privaten Kontakt, den Roswitha Dasch zu

Überlebenden des Ghettos hat, erhält das Programm eine sehr persönliche Note.

Es entstand eine Text-Musik-Collage, die den Zuhörenden anhand von

Zeitzeugenberichten, wichtigen historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische

Lieder die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung im Wilnaer Ghetto in den Jahren

1941 bis 1943 auf eine sehr eindringliche Art näher bringt. Diese Lieder wurden von

jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst und von Ulrich Raue für die

Besetzung Gesang, Violine und Klavier arrangiert.

Roswitha Dasch beschäftigt sich als Künstlerin (Violine, Gesang, Rezitation) intensiv

mit jüdischer Kultur und Musik. Sie ist Trägerin des Von der Heydt-Kulturförderpreises

der Stadt Wuppertal und seit langer Zeit als Musikerin im In- und Ausland tätig. Ulrich

Raue ist Pianist und fühlt sich dem Genre der Erinnerungskultur verpflichtet, das er seit

langen Jahren musikalisch pflegt.